Fünf Rotaractors aus Luzern bekamen die Gelegenheit, mit der
Organisation Youth Exchange without Borders aus der Schweiz zur Community
Development NGO nach Armenien zu reisen und dort an einem Jugendaustausch
teilzunehmen. Insgesamt nahmen 20 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 30
Jahren an dem Projekt teil – zehn davon stammten aus der Schweiz, die anderen
zehn aus Armenien.
Bereits im Vorfeld des Camps fanden zwei Online-Meetings
statt, um den Austausch und die anstehenden Workshops vorzubereiten. Der Fokus
lag in diesem Jahr auf den hochaktuellen Themen Medien, Propaganda,
Kommunikation und Künstliche Intelligenz (KI). Zur Erarbeitung bereiteten
jeweils zwei bis drei Personen in ländergemischten Teams einen Workshop vor,
der dann im Camp durchgeführt wurde – ein perfektes Beispiel für gelebtes
Peer-Learning unter jungen Erwachsenen.
Neben den intensiven Workshops stand auch eine kulturelle
Exkursion zur Areni-Höhle auf dem Programm, in der die älteste bekannte
Weinproduktion der Welt nachgewiesen wurde. Archäologen entdeckten hier eine
6’100 Jahre alte Produktionsstätte sowie den ältesten Lederschuh der Welt. Ein
weiteres kulturelles Highlight war die Besichtigung des Klosters Noravank,
eines historisch tief beeindruckenden Bauwerks.
Auch der kulinarische und traditionelle Austausch kam nicht
zu kurz: Ein armenischer und ein Schweizer Abend bereicherten das Programm. Die
Teilnehmenden servierten traditionelle Speisen und Getränke, untermalt von
landestypischer Musik und Tänzen. Als besonderes Highlight wurde sogar eine
traditionelle armenische Hochzeit inklusive Hochzeitstanz inszeniert.
Ein weiterer Programmpunkt war eine Feldstudie, die
frühmorgens mit einer Wanderung auf den Mount Smbataberd begann. Diese
Feldstudie fand gemeinsam mit der benachbarten International Summer School
statt, wodurch auch georgische Teilnehmende zur Gruppe stiessen, was zu einem
besonders spannenden und vielschichtigen Austausch führte. Auf dem Berggipfel
thront die Festung Smbataberd, eine mittelalterliche Anlage mit einem
atemberaubenden Blick über das Kaukasusgebirge.
Ein absoluter Höhepunkt des Camps war der interaktive
Workshop der EU-Mission in Armenien (EUMA) vor Ort. Eine Delegation gab den
Teilnehmenden exklusive Einblicke in ihre tägliche Arbeit und Mission. Ergänzt
wurde dies durch eine hochspannende Vorlesung eines Professors der Staatlichen
Universität Jerewan über die historische Entwicklung des Landes.
In dieser intensiven Woche durfte die Gruppe unzählige neue
Erfahrungen sammeln und nimmt tiefgründige Erinnerungen mit zurück in die
Schweiz. Im Namen von Rotaract Luzern gilt ein herzliches Dankeschön dem Rotary
Club Luzern-Seetal und Movetia, die diesen Austausch durch ihre finanzielle
Unterstützung erst möglich gemacht haben, sowie der NGO Youth Exchange without
Borders für die Organisation.